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Der damalige unerfüllte Kinderwunsch und seine Folgen

Erziehungsprobleme trotz Wunschkind

Der damalige unerfüllte Kinderwunsch und seine Folgen

Jahrelang hast du dir nichts sehnlicher gewünscht, als endlich euer Baby auf dieser wunderschönen Erde willkommen zu heißen. Du hast geweint, gehofft und gelitten, bis endlich die lang ersehnten Freudentränen kamen.

Doch dann ist es plötzlich so viel herausfordernder, als du es dir vorgestellt hast. Du hast das Gefühl, dein Kind hört einfach nicht auf dich, obwohl du doch alles Menschenmögliche versuchst und ihm all die Liebe schenkst, die du in dir trägst. Und jetzt fängt auch deine Beziehung an, unter den täglichen Spannungen zu leiden.

Aber warum? Was ist nur passiert?

Achtung, liebe Mama: Du übersiehst eine wichtige Kleinigkeit

Ein unerfüllter Kinderwunsch – wenn auch auf Zeit – bedeutet vor allem eines: Stress. Denn auf dir und deinem Partner lastet ein immer größer werdender Druck, der eine Vielzahl unangenehmer Emotionen hervorrufen kann: Wut, Trauer, Neid, Scham.

In dieser Zeit der Ungewissheit und Angst entstehen in dir ganz viele Blockaden, Gedanken- und Verhaltensmuster, die vor allem deinem Selbstschutz dienen. So schön es auch wäre: Diese Muster verschwinden nach einer Geburt nicht einfach. Im Gegenteil: Sie bleiben weiter bestehen und sorgen für all die Herausforderungen, mit denen du gerade so stark zu kämpfen hast.

Was ich damit meine? Schauen wir uns einmal gemeinsam ein Beispiel an:

„Hilfe, mein Kind ist hyperaktiv. Hat es ADS/ADHS?“

Stelle dir einmal vor, du versuchst seit Jahren schwanger zu werden – und endlich klappt es. Dir wird bewusst, dass in deinem Bauch gerade ein wunderschönes neues Leben heranwächst.

Doch anstatt vieler Tritte spürst du auch nach Monaten nichts. Du wirst nervös, schließlich habt ihr euch so unglaublich auf euer Wunschkind gefreut. Und so schleicht sich ein kleiner und scheinbar ganz unschuldiger Gedanke in deinen Kopf: „Kind, bitte bewege dich. Ich muss wissen, dass du noch lebst“.

Huch. Was ist gerade passiert?

Du hast begonnen, dein Kind zu konditionieren, sich zu bewegen. Du hast dein Kind klar darum gebeten, sich bemerkbar zu machen. Du hast das nicht aus Böswilligkeit getan, sondern aus reiner Angst einer liebenden Mutter.

Aber diese Konditionierung endet für dein Kind nicht nach der Geburt, nur weil es für uns jetzt nicht mehr notwendig oder gewünscht ist. Nein, diese Unterscheidung kann dein Kind noch gar nicht treffen. Was also im Inneren der Kinder zurückbleibt, ist der Drang, sich bemerkbar zu machen. Sich zu bewegen. Laut zu sein.

Hier ein weiteres Beispiel, mit dem viele Mütter nach Fehlgeburten zu kämpfen haben:

„Hilfe, mein Kind hört einfach nicht auf mich“

Denke nochmals an deine Schwangerschaft zurück: Nach all den Wochen der Unsicherheit, des Bangens und der Angst ist dein Baby endlich da. Plötzlich geht dein Alarmsystem an.

Ab sofort heißt es: Nur keine Fehler machen. Denn ganz ehrlich: Du würdest es einfach nicht verkraften, dein Kind wieder zu verlieren.  Stattdessen konzentrierst du dich darauf, deinem Kind das beste Leben zu ermöglichen. Grenzen oder Neins haben hier nicht immer den nötigen Raum, schließlich möchtest du deinem Kind nicht das Gefühl geben, es von dir wegzustoßen.

Der einzige Haken: In einer Erziehung braucht es Grenzen

Die Wahrheit ist: Nein-Sagen und Grenzen setzen gehört zweifellos zu den unangenehmen Seiten des Eltern-Daseins. Aber Grenzen geben deinem Kind Sicherheit und Stabilität.

Mit der oft unbewussten Entscheidung, deinem Kind aus Angst keine Grenzen zu setzen, gibst du deinem Kind das Zepter in die Hand. Du gibst ihm Macht über seine Eltern. Es soll selbst entscheiden, was es will. Und das tut es auch. Aber glaube mir: Diese Konstellation ist sowohl ungesund für die Kind-Eltern-Beziehung als auch für die Paar-Beziehung.

Wie schaffst du es also, diesem Teufelskreis zu entkommen?

Ganz egal, ob dein Kind klammert, hyperaktiv ist oder scheinbar einfach nicht hören möchte: Die Ursache, so zeigt es meine Erfahrung in der intensiven Coaching-Arbeit mit meinen Klientinnen, liegt oftmals in deinen/euren Angstprogrammen verborgen.

Umso wichtiger ist es, dass du diese unbewussten Angstprogramme in dir möglichst zeitnah aufdeckst und endlich loslässt. Da sich aber die Angst gerne einen gemütlichen Platz im Unterbewusstsein sucht und Meisterin des Versteckspielens ist, kann das ganz allein manchmal ziemlich schwierig sein.

In gemeinsamen Loslassprozessen tauchen wir daher gemeinsam in dein/euer Unterbewusstsein ein und machen uns auf die Suche nach der wahren Ursache eures Problems. Wir erforschen deine Emotionen und deren Ursprung. Wir beleuchten deine Ängste damals und heute. Und wenn wir die Ursache gefunden haben? Dann wird es Zeit, sie aufzulösen und gehen zu lassen.

Und genau dieser Moment ist die wahre Magie meiner Loslassssitzungen. Der Moment, wenn du spürst, wie sich dieser große Stein auf deiner Seele, den du zuvor jahrelang hingenommen und unterdrückt hast, Stück für Stück löst und plötzlich mit einem gewaltigen Krach nach unten fällt. Der Moment, in dem du dein Familienglück wiederfindest.

Bist du bereit für eine neue Leichtigkeit? Wann genau?

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