Twice exceptional und Neurodiversität in Unternehmen

Twice exceptional und Neurodiversität in Unternehmen

Twice exceptional bedeutet mehrfach außergewöhnlich.

Der Begriff „Twice exceptional“ ist vielen sicher nicht geläufig. Häufig wird Twice exceptional übersehen beziehungsweise fehldiagnostiziert: Die Tatsache, dass ein Mensch eine besondere Begabung hat und gleichzeitig eine Beeinträchtigung, wird oft nicht verstanden. Häufig erfolgt auf dieses Thema eine defizitorientierte Sicht statt einer potentialorientierten. Die neurologische Vielfalt aller Menschen birgt nämlich ein riesiges Potential, vor allem für Unternehmen. In diesem Artikel erkläre ich, was Twice exceptional eigentlich bedeutet, wie man es erkennt und welche Vorteile neurodivers Teams für Unternehmen haben.

 

Definition Twice exceptional

Der Begriff „Twice exceptional“, abgekürzt 2e, wurde Mitte der 90er Jahre in die Lexika für Pädagogen aufgenommen und bedeutet übersetzt „mehrfach außergewöhnlich“. Er bezeichnet Menschen mit einer oder auch mehreren Begabungen sowie zusätzlich einer emotionalen, physischen, sensorischen oder psychischen Entwicklungsbeeinträchtigung oder Lern- und Leistungsgeschwindigkeit. Was bedeutet das im Konkreten? Menschen mit Begabungen sind beispielsweise Hochbegabte, Vielbegabte oder auch Hochsensible. Beeinträchtigungen hingehen können Diagnosen wie ADHS, Autismus, Lese- und Rechtschreibschwäche oder Tourette-Syndrom sein.

Das Besondere an 2e-Menschen ist, dass ihre außergewöhnliche Begabung durch ihre Beeinträchtigung weniger hervortreten kann. Sie sind also wie andere Begabte in mindestens einem Bereich sehr sachkundig und talentiert, können aufgrund ihres Defizits diese Stärke aber nicht so deutlich zeigen. Aus diesem Grund bräuchten 2e-Kinder gezielte sonderpädagogische Betreuung, um ihnen von Anfang an die Unterstützung zu geben, die sie benötigen. Twice exceptional wird allerdings oft wird übersehen und teilweise ein ganzes Leben lang nie identifiziert. 

Twice exceptional: Checkliste

Eine Diagnose ist sehr schwierig, da die Stärke das Defizit ausgleicht und das Defizit die Stärke unterdrückt. Begabung und Beeinträchtigung sind oft völlig gegensätzlich.

Welche typischen Merkmale ein 2e-Mensch hat, hängt davon ab, welche Doppeldiagnose vorliegt. Zudem ist es schwierig zwei Kategorien wie „Stärken“ und „Schwächen“ mit eindeutig abgrenzbaren Merkmalen aufzuführen. Beispielsweise ist das Merkmal „Aktiv und unruhig“ der Hochbegabung (Begabung) sowie dem ADHS (Beeinträchtigung) zuzuschreiben. (Quelle: James T. Webb et al., Doppeldiagnosen und Fehldiagnosen bei Hochbegabung, Ein Ratgeber für Fachpersonen und Betroffene, 2. Überarbeitete Auflage)

Um dennoch einen Anhaltspunkt für die Identifizierung von Twice exceptional zu haben, kann diese Liste mit Merkmalen hilfreich sein: https://www.bigmindsunschool.org/resources-2/2e-characteristics/

 

Bei Verdacht von 2e sollte man immer psychologischen Rat aufsuchen. Wichtig ist hierbei jemanden zu finden, der sich gut mit Hochbegabung und Doppeldiagnosen auskennt. Wie oben bereits erwähnt, überschneiden sich Symptome oft. Für eine sichere Diagnose ist ein Experte auf diesem Gebiet unerlässlich, denn er kennt die richtigen Fragen und kann dadurch 2e gezielt identifizieren.

 

Warum ist eine Diagnose überhaupt wichtig? Vordergründig hilft es Betroffenen ihren Platz zu finden, vor allem in ihrem Berufsleben. Durch ein tieferes Verständnis zu sich selbst und mit professioneller Unterstützung ist es für 2e-Menschen einfacher, offen und transparent über ihre besondere Situation mit ihrem Arbeitgeber zu sprechen.

Neurodiversität und Hochbegabung in Unternehmen

Wie gehen Arbeitgeber mit hochbegabten und neurodiversen Mitarbeitern um? Die Wahrheit ist, dass sich die meisten Hochbegabte in ihrem Job gar nicht outen, sondern anecken und grundsätzlich nicht verstanden werden. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter aufmerksam beobachten und mehr Wissen zu diesem Thema aneignen, um zu lernen, wie man mit Menschen umgeht, die um die Ecke denken, extrem schnell und intelligent sind. Wie sollte man auf Mitarbeiter reagieren, die ständig nach neuer Arbeit fragen, weil ihnen die Aufgaben zu wenig oder zu anspruchslos sind. Hochbegabte hassen Routinetätigkeiten, sehen Lösungen, bevor Kollegen das Problem kennen, wollen oft Großes bewegen und sich nicht in alltäglichen Aufgaben verlieren. Ein Arbeitgeber kann auf so vielen Ebenen davon profitieren, wenn ihm bewusst ist, wie er diese Ressource für sich nutzen kann. Das Ziel ist, ein Verständnis für hochbegabte und neurodiverse Menschen zu schaffen, sodass alle voneinander profitieren und gemeinsam wachsen.

 

Der Begriff Diversität bezieht sich in unserer heutigen Zeit oft auf Merkmale wie Alter, Nationalität, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung und so weiter – Neurodiversität wird dabei oft nicht berücksichtigt, obwohl es ein Gewinn für jedes Unternehmen ist.

Ungewöhnliche Lösungswege sind typisch für Hochbegabte.

Definition Neurodiversität

Was ist eigentlich Neurodiversität? Der Begriff bezeichnet neurologische Vielfalt und zeigt sich in unterschiedlichen Bereichen der Persönlichkeit:

  • Lernen
  • Denkweise
  • Motorik
  • Struktur
  • Interaktion
  • Sprache
  • Wahrnehmung

 

Neurodiversität ist der Überbegriff für das breite Spektrum von unterschiedlichen neurologischen Entwicklungen wie zum Beispiel Autismus, ADHS und Dyslexie. Auf der anderen Seite werden Menschen, die medizinisch und psychologisch der Norm entsprechen als „neurotypisch“ bezeichnet

Welche Vorteile haben neurodiverse Teams

 

Neurodiverse Teams haben vor allem eine höhere kollektive Intelligenz, können sich besser auf Herausforderungen einstellen, arbeiten effektiver und sind in der Lage können qualitativere Entscheidungen zu treffen. Das liegt vor allem auch daran, dass Anpassungen in der Zusammenarbeit mit neurodivergenten Menschen für neurotypische Arbeitnehmer ebenfalls von großem Vorteil sind: reizarme Arbeitsumgebung, transparente Abläufe, klar strukturierte Kommunikation.

Neurodivergente Menschen haben aber nicht nur „besondere Bedürfnisse“, sondern bringen oft außergewöhnliche Stärken mit:

  • hohe intrinsische Motivation für Aufgaben, die ihrem Interesse entsprechen
  • können in einer kurzen Zeit viel Wissen erwerben
  • nehmen neue Perspektiven ein

Wie divers sind Unternehmen wirklich?

 

Menschen mit besonderen Begabungen werden zu oft als Bedrohung angesehen: Hochbegabte stellen hohe Anforderungen an ihren Job, weil er sie fordern und beflügeln soll. Hochsensible gelten als sensibel und zart besaitet. Umfragen haben ergeben, dass Menschen mit einer Hochbegabung eher nicht mit ihrem Arbeitgeber über die eigene Hochbegabung sprechen möchten, weil sie Angst haben nicht verstanden zu werden oder überzogene Erwartungen an sie gestellt werden. Schubladendenken zeigt sich vor allem in Sätzen wie „Warum weißt du das nicht, du bist doch hochbegabt.“ oder „Warum brauchst du so lange, du bist doch hochbegabt.“ Dabei überlegt ein Hochbegabter vielleicht länger und durchdenkt alle Details, um nichts zu übersehen. Aufgaben werden sauber und möglichst fehlerfrei abgeschlossen – eigentlich der Wunsch eines jeden Arbeitgebers.

Dabei bereichern Menschen mit besonderen Begabungen ein Unternehmen auf so vielen Ebenen. Dennoch sind viele Prozesse in Unternehmen eher für neurotypische Menschen ausgelegt. Nach außen hin leben die Unternehmen Diversität, denken dieses Thema allerdings eher eindimensional. Denn Diversität ist nicht nur Nationalität, Geschlecht oder sexuelle Ausrichtung. Sondern eben auch neurodiverse Menschen.

Als hochbegabte Frau den richtigen Partner finden.

Als hochbegabte Frau den richtigen Partner finden.

Herausforderungen von hochbegabten Frauen.

Ganz gleich ob der eigene Terminkalender vor Verabredungen überquillt oder man sich selbst eher als ruhig und introvertiert beschreiben würde: Langeweile kennen hoch- oder vielbegabte Frauen nicht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Frauen auch ohne Partner an der Seite ein sehr zufriedenes Leben führen können. Dennoch sehnen sie sich genauso wie durchschnittlich Intelligente nach einer festen Bindung, einem Partner, dem sie vertrauen können. Ob es für Hoch- und Vielbegabte schwieriger ist, einen Partner auf Augenhöhe zu finden, welche Herausforderungen hochbegabte Frauen darüber hinaus in Beziehungen haben, wo sie geeignete Männer finden können und was in diesem Zusammenhang sapiosexuell bedeutet, erkläre ich in diesem Artikel.

​Herausforderungen für hochbegabte Frauen in Beziehungen

Überforderung des Partners

Hochbegabte Frauen sind überdurchschnittlich intelligent, sie denken und verstehen sehr schnell und verfügen über eine hohe Auffassungsgabe. (Weitere Merkmale für Hochbegabung findest du hier „Woran merke ich, dass ich hochbegabt bin“). Sie sind häufig nicht nur sehr empathisch, sondern senden und empfangen auch viel intensiver als andere Menschen. Es versteht sich von selbst, dass es schon allein aus diesen Gründen schwierig sein kann, einen passenden Lebenspartner zu finden. Wenn der Partner zudem den raschen Themenwechseln und der besonderen Gedankenwelt des Hochbegabten nicht zu folgen vermag, ist das für beide Seiten nicht angenehm. Möchte eine Hochbegabte sich aber nicht immer zurücknehmen müssen, muss sie früher oder später auf ihre Hochbegabung hinweisen. Ein doppeltes Problem: zum einem ist der Begriff der Hochbegabung immer noch falsch in den Köpfen der Menschen verankert („In was bist du denn dann so genial?“, „Du hast doch nur Realschulabschluss!“), zum anderen gibt es auch in der heutigen Zeit noch genug Männer, die mit einer nachweislich intelligenteren Frau nicht umzugehen wissen.

So sind es in Beziehungen häufig die empathischeren Frauen, die ihre eigene Intelligenz oder Auffassungsgabe bewusst zurücknehmen, um den durchschnittlich intelligenten Partner nicht zu überfordern. Gleichzeitig laufen sie aber Gefahr sich unterfordert und gelangweilt zu fühlen.

Argumentieren bis zum Schluss

Als Kinder zu Hause, in der Schule und auch später im Beruf lernen Hochbegabte, dass durch Diskussion, richtige Argumentation und Darlegung aller Fakten häufig ein gewünschtes Ergebnis erzielt wird. In einer Partnerschaft hilft das allerdings selten weiter. Nachsicht, Geduld und Gelassenheit sind von weitaus größerer Bedeutung als recht zu haben. Um auf Dauer eine liebevolle Beziehung zu führen, in der sich beide Partner respektiert und gehört fühlen, ist es folglich für beide Seiten unerlässlich sich darüber bewusst zu sein, wie der andere „tickt“. Nur so kann ein vermeintliches „Beharren“, nur so kann ein bewusstes Nachgeben nicht als „Gesichtsverlust“, sondern als liebevolle Geste verstanden werden.

Angst vor Kontrollverlust

Aufgrund ihrer komplexen Denkweise und hohen Vorstellungskraft neigen Hochbegabte oftmals dazu, vieles in ihrem Leben kontrollieren zu wollen und nichts dem Zufall zu überlassen. So werden nicht nur Situationen meist bis ins letzte Detail analysiert. Der Wunsch dahinter ist kein böser, den Hochbegabten geht es in der Regel darum, ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen, mögliche Eventualitäten auszuschalten oder keine Überraschungen zu erleben. Zu oft haben sie erlebt, dass ihr Wissen oder ihre Intuition recht behalten haben. Loszulassen und anderen zu vertrauen sind folglich Eigenschaften, die sich manche hochbegabte Frauen nur sehr mühsam aneignen. Häufig kämpfen sie zusätzlich noch mit Minderwertigkeitskomplexen oder einem mangelnden Selbstbewusstsein, welches aus vergangenen Erfahrungen, in denen sie sich unverstanden und ungesehen gefühlt haben, resultiert. (Erfahre mehr zum Hochstapler-Syndrom, unter dem viele Hochbegabte leiden, in diesem Blogartikel: „Das Hochstapler-Syndrom“) Fehlendes Selbstbewusstsein und mangelndes Vertrauen können wiederum zu starker Kontrolle und Eifersucht führen, was eine Beziehung auf Dauer sehr belasten kann.

Falsche Kommunikation

Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen fällt manchen Hochbegabten sehr leicht, manche haben Probleme sich ausdrücken. Da geht es ihnen nicht anders als anderen Menschen. Der Unterschied: In ihren Köpfen passiert ungeheuer viel, ihre Gedanken- und Gefühlswelten sind oftmals sehr komplex. So werden Situationen immer wieder analysiert, Zusammenhänge hergestellt und Lösungswege gesucht. Die Schwierigkeit ist entweder all das überhaupt zu formulieren oder, die Kehrseite der Medaille, dass sie ihre Partner permanent auf ihre gedanklichen Reisen mitnehmen wollen. Ideal wäre also entweder ein Partner, der Stimmungsschwankungen, Emotionen, Gedanken und Gefühle erkennt, ohne dass sie kommuniziert werden müssen oder ein Partner, der sich durch den Overload an Informationen nicht einschüchtern lässt und diese einzuordnen weiß.
Hochbegabte Frauen sollten einerseits darauf achten, ihre Bedürfnisse klar zu kommunizieren, andererseits aber auch Rücksicht darauf nehmen, dass der Partner oftmals gar nicht der Intensität und Schnelligkeit der Gedanken und Emotionen folgen kann. Darüber hinaus kann es gerade für hochsensible Hochbegabte in einer Beziehung wichtig sein, ein sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz zu leben. Das Zurückziehen und die Zeit mit sich selbst hilft, all die Gedanken, Eindrücke und Sinneswahrnehmungen zu verarbeiten, die man empfangen hat. Doch auch dieser Rückzug sollte kommuniziert werden. Andererseits besteht die Möglichkeit, dass der Partner diesen nicht nachvollziehen kann und fehlinterpretiert.

Wo finde ich den richtigen Mann?

Kurzum, hochbegabte Singles tun sich etwas schwerer dabei einen Partner auf Augenhöhe zu finden, einen Partner, der mit ihrem Tempo mitkommt und mit dem sie sich ungebremst austauschen können. Wo fängt man also an zu suchen?

 

Offline

Der weltweit bekannte Verein Mensa ist Deutschlands größtes Netzwerk für hochbegabte Menschen. Der Verein bietet diverse Veranstaltungen wie Stammtische, Ausflüge, Vortragsreihen, Kochevents, gemeinsame Kinoabende, Spieleabende, Sporttreffen, Silvesterpartys und vieles mehr an. Ein perfekter Ort, um Gleichgesinnte kennenzulernen und gegebenenfalls, um sich zu verlieben.

 

Online

Auch online haben hochbegabte Singles die Chance den richtigen Partner zu finden. So wurde die Dating-Plattform prtnr.me von einem Hochbegabten entwickelt, bei der zum einen, wie bei jeder anderen Dating-Plattform auch, alle Singles willkommen sind, und zum anderen Hochbegabte die Chance haben sich untereinander zu erkennen und zu finden. Das habe ich direkt ausgetestet: Nach meiner Anmeldung konnte ich in meinem Profil einen Marker setzen und meine Mensa-Nummer eintragen. Voraussetzung ist also eine Mitgliedschaft im Verein Mensa, um auf dieser Partnerbörse Gleichgesinnte kennen zu lernen. Außerdem kann der eigene Persönlichkeitstyp nach Myers Briggs ausgewählt werden, wobei die Auswahl aber sehr klein ist und zu wünschen übrig lässt.

 

Um eine geeignete Plattform zu finden, sollte jeder auf sein eigenes Bauchgefühl hören. Das Austesten von verschiedenen Online-Portalen kann helfen, um festzustellen, welche für einen selbst geeignet ist und sympathisch erscheint. Eines ist nämlich überall gleich: Gleiches zieht Gleiches an. Ich habe in meiner Vergangenheit die Erfahrung gemacht, immer Menschen anzuziehen, die genauso ticken wie ich. Bleib im Vertrauen, dass auch dir die richtigen Menschen begegnen werden.

Hochbegabte können überall Partner finden.

Natürlich gibt es auch andere Dating-Plattformen wie ElitePartner oder Parship, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, intelligente Menschen zusammenzubringen. Bei diesen Plattformen ist vor allem der Hinweis im Profil auf Sapiosexualität ein wichtiger Hinweis, der die Intelligenz sowie den intellektuellen Austausch für diesen Menschen als ein wichtiges Kriterium darstellt. Aber was bedeutet Sapiosexualität genau?

Sapiosexualität

Definition Sapiosexualität

Sapiosexualität wird von der ZEIT als „Wortschöpfung für die Attraktion durch Intelligenz, die Gleichstellung von klug und sexy“ beschrieben. „Sapere“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „weise sein“. Und so fühlen sich sapiosexuelle Menschen weitaus mehr zum Intellekt einer anderen Person, als zu deren Aussehen hingezogen. Sapiosexualität ist keine sexuelle Orientierung, da sie sich nicht auf das Geschlecht eines potenziellen Partners bezieht, sondern vielmehr auf seine Persönlichkeit und Bildung. Im Vordergrund stehen dabei Denkweise, Logik und Sprache des Gegenübers.
Und tatsächlich bestätigen viele hochbegabte Frauen sich in dieser Beschreibung wiederzufinden. Kein Wunder, bei einer statistischen Verteilung von nur 2% von Hochbegabten in der Bevölkerung ist ein Austausch auf Augenhöhe durchaus reizvoller, als ein gestählter Körper, zumal dieser uns allein schon medial an allen Ecken und Enden entgegenspringt.

Test: So findest du raus, ob du sapiosexuell bist

 

Folgende Aussagen können dir helfen, um einzuschätzen, ob du sapiosexuell bist:

  • Das Aussehen des potenziellen Partners spielt für mich eine eher untergeordnete Rolle.
  • Ich habe kein Interesse an oberflächlichen Unterhaltungen und Small Talk.
  • Sex spielt beim ersten Kennenlernen eine untergeordnete Rolle, der intellektuelle Austausch steht für mich mehr im Vordergrund.
  • Ich finde Gespräche über tiefgreifende Themen, Sprachwitz sowie eine hohe Allgemeinbildung sexuell anziehend.
  • Philosophische Ausführungen und intelligente Gespräche empfinde ich anziehender, als einen durchtrainierten Körper.
  • Menschen, die viel Wert auf ihr Aussehen legen, finde ich eher unattraktiv.
Bei sapiosexuellen Menschen steht die Intelligenz im Vordergrund.

Tipps für die Partnersuche

Am Ende entscheidet bei aller Theorie und Intelligenz genau wie bei allen anderen Menschen die Chemie, die Liebe, das Herz. Dennoch ist es sinnvoll, wenn hochbegabte Frauen sich über ihre eigenen Besonderheiten bewusst sind und diese selbst liebevoll annehmen können. Folgende Fragen können dabei helfen:

 

  • Wie bin ich wirklich?
  • Was sind meine Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen an einen Partner / eine Partnerschaft?
  • Wie soll der andere seine?
  • Was soll er mögen?
  • War ich in meiner vorherigen Partnerschaft unglücklich? Wenn ja: Was ist nicht gut gelaufen?

 

 

Ganz wichtig: Wer seine unbewussten Themen noch nicht aufgelöst hat, wird immer wieder den gleichen Typ Mann anziehen. Auch Partnerwechsel lösen das Problem in solchen Fällen nicht, denn wer seine eigene emotionale Belastung in eine Beziehung mitbringt, bekommt auch immer wieder den gleichen Typ Mann, wenn auch manchmal in einer anderen Verpackung.

 

Ich bin Expertin für Loslassprozesse und kann dir genau dabei helfen. Unbewusste Blockaden, die tief im Unterbewusstsein verankert sind, werden in einem begleiteten Coaching aufgelöst und in Frieden gebracht, indem die festsitzenden Emotionen verarbeitet werden. Da ich selbst hochbegabt bin, fällt es mir leicht sofort auf Augenhöhe mit dir zu kommunizieren und diesen Prozess schnell und effektiv zu begleiten. 

 

Hast du Fragen an mich oder möchtest du mich kennenlernen? Unter diesem Link kannst du ganz einfach und unverbindlich einen Termin mit mir vereinbaren: https://tidycal.com/loslassexpertin/kennenlernen-via-zoom

 

Ich freue mich auf dich!

 

 

Hinweis: Diese Tipps gelten auch für Männer. Da ich in meinen Coaching-Prozessen hauptsächlich Frauen begleite, fokussiert sich dieser Artikel mehr auf Frauen.

Meine Begleitung als Coach & Mentaltrainerin ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei einem Arzt, Psychologen, Heilpraktiker oder anderen Therapeuten. Er werden keine Diagnosen oder Heilversprechen gegeben. Bestehende Behandlungen sind nicht zu unterbrechen. Bei anhaltenden körperlichen oder psychischen Beschwerden kontaktiere bitte deinen Arzt.

High Sensation Seeking: Hochsensible zwischen zwei Extremen

High Sensation Seeking: Hochsensible zwischen zwei Extremen

Wie du erkennst, ob du ein High Sensation Seeker bist.

High Sensation Seeking ist kein allzu bekannter Begriff – vielleicht ist er dir im Zusammenhang mit Hochsensibilität noch gar nicht untergekommen. High Sensation Seeker sind ein wahres Phänomen, denn sie bewegen sich ständig zwischen zwei Extremen: zwischen laut und leise, schnell und langsam, hoch und tief. Was genau es damit auf sich hat, wie du erkennst, ob du ein High Sensation Seeker bist und wie du damit umgehen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist Sensation Seeking?

Sensation Seeking bedeutet aus dem Englischen übersetzt das Aufsuchen von Sensation. Hierbei handelt es sich um eine Verhaltensdisposition, die genetisch und biochemisch bedingt ist. Sensation Seeker sind immer auf der Suche nach Abwechslung, nach tollen Erlebnissen und nach intensiven Gefühlen. Jedes Abenteuer kommt ihnen recht. Warum ist das so?

In der Psychologie geht man davon aus, dass jeder Mensch ein optimales Erregungsniveau hat, das zu 70% von den Genen bestimmt ist und, das er regulieren kann, indem er stimulierende Reize zulässt oder vermeidet. Sensation Seeker haben ein eher geringes Erregungsniveau und suchen deswegen ständig nach aufregenden Reizen, um die Stimulierung auf dem gewünschten Pegel zu halten. Hierfür nehmen Sensation Seeker auch physische und soziale Risiken in Kauf, denn im Vordergrund steht die Bedürfnisbefriedigung.

 

Den Begriff Sensation Seeking hat vor allem Marvin Zuckerman geprägt. Er unterscheidet 4 Ausprägungen, die gemeinsam oder unabhängig voneinander auftreten können:

Thrill and adventure seeking (TAS)

Beim TAS werden oft Aktivitäten durchgeführt, die ein hohes physisches Risiko haben. Extremsportarten wie Bungee-Jumping, Gleitschirmfliegen, Tauchen, Motorradfahren, Rafting oder Fallschirmspringen. Häufig haben diese Menschen einen ausgeprägten Wettkampfsinn und sind sehr ehrgeizig.

 

Experience seeking (ES)

Menschen, die ES betreiben haben oft Fernweh, versuchen ihre Lebenserfahrung auszubauen und neue Erkenntnisse zu sammeln, indem sie reisen, neue Sprachen lernen und in fremde Kulturen eintauchen. Aber auch schädliche Erfahrungen wie Drogenmissbrauch können dazugehören.

 

Disinhibition seeking (DIS)

Bei DIS stehen vor allem soziale Reize im Vordergrund: Viele Partys und Drogenmissbrauch in Gesellschaft sind Alltag bei diesen Menschen.

 

Boredom suspectibility (BS)

BS beinhaltet eine starke Abneigung gegen Routine, einem monotonen Leben und Wiederholungen. Diese Menschen neigen stark zu innerer Unruhe und die Angst etwas zu verpassen.

Was bedeutet High Sensation Seeking?

Was hat das Ganze jetzt mit Hochsensiblen zu tun? Hochsensible sind doch eher darauf aus Reize zu vermeiden? (Lies hierzu auch gerne meinen Blogartikel Woran merke ich, dass ich hochsensibel bin?)

Manche Hochsensible zählen zu den Sensation Seekern und werden als „High Sensation Seeker“ bezeichnet, wobei das „high“ für hochsensibel steht. Sie sind nicht wie die meisten Hochsensiblen introvertiert, sondern treten eher extravertiert auf. Auch sie suchen nach neuen Reizen, spannenden Erlebnissen, großen Abenteuern. Allerdings nehmen sie durch ihre Hochsensibilität die aufregenden Reize viel deutlicher und stärker wahr und benötigen dadurch, anders als die Sensation Seeker, viel mehr Pausen, mehr Zeit und Ruhe für sich selbst, um ihre Akkus immer wieder aufzuladen.

 

High Sensation Seeker leben ständig zwischen zwei Extremen und befinden sich dauernd auf einer Gratwanderung: Einerseits spüren sie die starke Sehnsucht nach neuen stimulierenden Reizen und andererseits benötigen sie viel Ruhe um diese intensiven Wahrnehmungen verarbeiten zu können. Wichtig ist, dass beide Anteile gleichermaßen beachtet werden und keines unterdrückt oder ausgeschlossen wird. Zu akzeptieren und anzuerkennen, dass man ein High Sensation Seeker ist, kann ein Prozess sein, der am besten von einem Coach begleitet wird.

High Sensation Seeker suchen das Abenteuer und neue Reize.

High Sensation Seeker in Beziehungen

Auch in Beziehungen suchen High Sensation Seeker häufig nach neuen aufregenden Reizen, weswegen häufig wechselnde Partner nicht untypisch sind. Sie möchten ausprobieren, Neues erleben und das auch in ihrer Sexualität. Viele Partner von High Sensation Seekern sind damit überfordert und empfinden das als unangenehm. Dadurch entstehen Frust und Selbstzweifel, denn die Gesellschaft stempelt häufig solche Menschen als „krank“ und „sexsüchtig“ ab. Wenn High Sensation Seeker ihre Neugier aber unterdrücken, beginnen sie sich zu langweilen und sind unausgeglichen.

 

High Sensation Seeker im Beruf

Vor allem im Zusammenhang mit Hochbegabung tritt das Phänomen des High Sensation Seeking häufig auf, wodurch diese Menschen überdurchschnittlich kompetent und wahnsinnig wertvoll für Unternehmen sind. Ihre Berufserfahrung ist sehr breit gefächert, wodurch sie eine neue und unerwartete Perspektive in ein Problem oder ein Thema einbringen können.

Die ständige Lust an neuen Erfahrungen in der Karriere kann jedoch auch dazu führen, dass High Sensation Seeker Schwierigkeiten bei einem Jobwechsel bekommen und bereits früh im Bewerbungsprozess aussortiert werden. Ihr Lebenslauf zeigt oft viele Wechsel und vermittelt den Eindruck von Sprunghaftigkeit. Vor allem Menschen, denen nicht bewusst ist, dass sie High Sensation Seeker sind, entwickeln dadurch starke Selbstzweifel.

Im nächsten Abschnitt kannst du durch einfache Testfragen herausfinden, ob du ein High Sensation Seeker sein könntest.

Wie Hochsensible erkennen, ob sie High Sensation Seeker sind

 

Mit folgenden Fragen findest du heraus, ob du ein High Sensation Seeker bist (Test entwickelt von Elaine Aron). Je mehr du mit „Ja“ beantworten kannst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du zu dieser Gruppe von Hochsensiblen gehörst.

 

  1. Wenn sie sicher wäre, dann würde ich gerne eine Droge ausprobieren, die mir fremde neue Erfahrungen ermöglicht.
  2. In manchen Unterhaltungen kann ich geradezu schmerzhaft gelangweilt sein.
  3. Ich würde lieber einen neuen Ort erkunden, bei dem ich vielleicht feststelle, daß ich ihn nicht mag, als zu einem zurückzukehren, von dem ich weiß, daß ich ihn mag.
  4. Ich würde gerne eine Sportart ausprobieren, die für einen Nervenkitzel sorgt, wie zum Beispiel Skifahren, Klettern oder Surfen.
  5. Ich werde ruhelos, wenn ich längere Zeit zu Hause verbringe.
  6. Ich mag es nicht, wenn ich warten muß, ohne mich mit etwas beschäftigen zu können.
  7. Ich schaue mir selten einen Film öfter als einmal an.
  8. Ich genieße das Ungewohnte/Unbekannte.
  9. Wenn ich etwas Ungewöhnliches sehe, dann nehme ich die Anstrengung auf mich, es zu erkunden.
  10. Mich langweilt es, meine Zeit jeden Tag mit denselben Menschen zu verbringen.
  11. Meine Freunde sagen, daß es schwierig ist, vorherzusagen, was ich als nächstes tun möchte.
  12. Ich mag es, Neues zu erforschen.
  13. Ich vermeide eine tägliche Routine.
  14. Mich zieht Kunst an, die mir ein intensives Erlebnis/eine intensive Erfahrung vermittelt.
  15. Ich mag Substanzen, die mir das Gefühl geben „high“ zu sein.
  16. Ich bevorzuge Freunde, die unberechenbar/schwer einschätzbar sind.
  17. Ich freue mich immer auf einen Ort, der neu und fremd für mich ist.
  18. Wenn ich Geld für Reisen ausgebe, dann kann das Ziel meiner Reise nicht fremdartig genug sein. Je fremder das Land, umso besser.
  19. Ich wäre gerne ein/e Forscher/in.
  20. Ich mag es, wenn jemand einen unerwarteten sexuellen Witz oder Kommentar loslässt, der alle anderen dazu bringt, etwas nervös zu lachen.

 

Auswertung für Frauen:

Bis 7 Fragen: Wahrscheinlich kein High Sensation Seeker
Ab 11 Fragen: Wahrscheinlich High Sensation Seeker
8, 9 oder 10 Fragen: Irgendwo dazwischen

 

Auswertung für Männer:

Bis 9 Fragen: Wahrscheinlich kein High Sensation Seeker
Ab 13 Fragen: Wahrscheinlich High Sensation Seeker
10, 11 oder 12 Fragen: Irgendwo dazwischen

High Sensation Seeker im Coaching

Das Leben als High Sensation Seeker ist sehr herausfordernd, denn es schlagen ständig zwei Herzen in der Brust: einerseits die Neugier nach Abenteuern, andererseits das Bedürfnis nach Ruhe und dem Altbekannten. Der hochsensible Anteil in High Sensation Seekern möchte immer „normal“ sein und nicht auffallen, was der Sensation Seeker aber einfach nicht möchte. Diese zwei Ausprägungen in sich anzunehmen, zu akzeptieren und zu verstehen ist oft sehr schwierig.

 

High Sensation Seeker sollten vor allem verstehen, dass sie sich nicht begrenzen müssen und gesellschaftlichen Normen wie „entweder … oder…“ nicht folgen müssen. Es sollte bei ihnen vielmehr „sowohl … als auch…“ heißen.

 

In einem Coaching können Betroffene ihre Glaubenssätze, die mit ihrem Persönlichkeitsmerkmal verbunden sind, auflösen und neu programmieren. Ein Coach, der wie ich auf das Loslassen spezialisiert ist, kann dir gezielt helfen, schnell zu deiner gewünschten Programmierung zu gelangen.

Ein Coach arbeitet vor allem zukunftsgerichtet und lösungsorientiert – ich helfe dir dabei deine Blockaden zu lösen und Methoden zu finden, wie du in Zukunft mit deinem Sensation Seeker in dir umgehen kannst.

 

Hast du Fragen an mich oder möchtest mich kennenlernen? Unter diesem Link kannst du ganz einfach und unverbindlich einen Termin mit mir vereinbaren: https://tidycal.com/loslassexpertin/kennenlernen-via-zoom

 

Ich freue mich auf dich!

 

Hinweis: Meine Begleitung als Coach & Mentaltrainerin ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei einem Arzt, Psychologen, Heilpraktiker oder anderen Therapeuten. Er werden keine Diagnosen oder Heilversprechen gegeben. Bestehende Behandlungen sind nicht zu unterbrechen. Bei anhaltenden körperlichen oder psychischen Beschwerden kontaktiere bitte deinen Arzt.

Bist du ein alleingeborener Zwilling?

Bist du ein alleingeborener Zwilling?

Wie du erkennst, ob du ein alleingeborener Zwilling sein könntest.

Der berühmteste alleingeborene Zwilling ist Elvis Presley, dessen Zwillingsbruder bei seiner Geburt starb. Presley litt ein Leben lang an seinem Trauma und richtete seine Villa mehrfach für seinen verlorenen Zwillingsbruder mit ein. Er fühlte sich einfach sein ganzes Leben lang nie komplett. Elvis wusste, dass er ein alleingeborener Zwilling war und konnte gezielt an seinem Trauma arbeiten – aber was ist mit denen, denen gar nicht bewusst ist, dass am Anfang ihrer Reise schon jemand an ihrer Seite war? Geht das überhaupt? In diesem Artikel erkläre ich dir was genau ein alleingeborener bzw. verlorener Zwilling bedeutet und wie du herausfinden kannst, ob auch du einer bist.

 

​Was ist ein alleingeborener bzw. verlorener Zwilling?

Jede 40. Geburt weltweit ist eine Zwillingsgeburt. Wie groß kann die Wahrscheinlichkeit also sein, dass du ein alleingeborener Zwilling bist? Eher gering, glaubst du? Das ist falsch. Denn laut aktuellen Kenntnissen der Wissenschaft sind 20% aller Schwangerschaften zu anfangs eine Mehrlingsschwangerschaft. Das bedeutet also, dass jeder fünfte von uns nicht alleine angefangen hat zu existieren. Und ich rede hier nicht nur von künstlichen Befruchtungen, bei denen ja häufig mehr als eine befruchtete Zelle eingesetzt wird – nein, auch auf natürlichem Wege ist es nicht selten, dass mehrere Eizellen befruchtet werden. Allerdings sind nur 3 bis 5 % dieser Schwangerschaften zum Schluss auch erfolgreiche Zwillings- oder Mehrlingsgeburten.

 

Viele leiden unbewusst an dem Trauma, das ihnen im Mutterleib widerfahren ist. Der Verlust eines Geschwisterkindes sitzt tief und bleibt meistens unentdeckt. Viele Ärzte erwähnen nämlich anfangs gar nicht, dass noch ein zweites Embryo vorhanden ist. Es ist im ersten Trimester zu unsicher, ob das zweite Embryo überlebt und in der Regel spüren werdende Mütter nicht, wenn der Zwilling stirbt. Oder das Herz des zweiten Embryos hat bereits so früh aufgehört hat zu schlagen, das noch gar niemand wusste, dass es überhaupt existiert. Hinzu kommt, dass die Forschung auf diesem Gebiet noch sehr neu ist und wenige wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesem Thema veröffentlicht wurden.

 

Trauma eines alleingeborenen Zwillings

Viele Menschen zweifeln stark daran, dass Ungeborene den Verlust eines Zwillings noch im Mutterleib überhaupt bemerken. Allerdings darf man nicht unterschätzen, was Embryos im Bauch bereits alles mitbekommen: Geräusche, Gerüche, Geschmäcker und Licht – sie reagieren auf viele unterschiedliche Reize und sogar durch die Gefühle der Mütter entsteht eine Reaktion. Bereits nach wenigen Wochen ist das Ungeborene dazu in der Lage das Fruchtwasser zu fühlen, die Verdauungsgeräusche und das Herzklopfen der Mutter zu hören sowie seinen Tastsinn zu entwickeln. Schon nach der 5. Schwangerschaftswoche ist dem Embryo sein Zwilling bewusst und hört sogar dessen Herzschlag – lauter als den der Mutter.

Sie beginnen die Reise des Lebens zu zweit, lernen bereits früh Nahrung und den begrenzten Platz zu teilen, spüren sich gegenseitig und dann auf einmal ist dieser zweite Herzschlag einfach weg.

Wie kann das kein Trauma auslösen?

 

Symptome von alleingeborenen Zwillingen

Wie oben bereits erwähnt leiden viele unbewusst an diesem Trauma, denn als Embryo oder Neugeborener kannst du ja auf kein Erinnerungsvermögen zurückgreifen.

Ein verlorener Zwilling bedeutet für Betroffene ein Leben lang unvollständig zu sein, weswegen sie beispielsweise dazu neigen Dinge bis zur Vollständigkeit zu sammeln. Sie fühlen sich unglaublich einsam und suchen in Beziehungen, Freunden, aber auch in der Familie ihren verlorenen Zwilling. Es ist immer eine Sehnsucht vorhanden tragfähige Kontakte einzugehen, aber sie finden einfach nicht den „Richtigen“ – ihren Zwilling. Selbst in Gesellschaft fühlen sie sich alleine, einsam und verloren.

 

Alleingeborene Zwillinge wollen immerzu andere „retten“ und entwickeln regelrecht ein Helfer-Syndrom, weil sie sich unbewusst selbst die Schuld dafür geben, dass sie ihren verlorenen Zwilling nicht retten konnten. Sie glauben, dass sie nur Liebe erfahren dürfen, wenn sie andere glücklich machen – und das um jeden Preis. Nicht selten bezahlen alleingeborene Zwillinge dafür seinen sehr hohen Preis, denn sie sind nie ganz bei sich, weil immer andere im Vordergrund stehen. Vor allem klare Grenzen zu setzen, fällt ihnen sehr schwer. Immerzu versuchen sie alles richtig und allen anderen recht zu machen, denn die Angst Schuld an etwas zu haben ist ein ständiger Begleiter.

 

Alleingeborene Zwillinge fühlen sicht oft allein.

 

Zwillinge sind grundsätzlich großartige Teamplayer – auch alleingeborene. Sie sind sehr empathisch und fühlen sehr deutlich was ihr Gegenüber fühlt. Dennoch isolieren sich manche, vermeiden Kontakte und fühlen sich einfach nur unverstanden. Viele geben sich auf und meinen, die Mühe lohne sich nicht. Im schlimmsten Fall kann dies auch zu Selbstmordgedanken führen.

 

Weitere Symptome:

  • Abschiede fallen sehr schwer.
  • Dinge werden oft zwei oder dreimal gekauft.
  • Projekte werden oft nicht zu Ende gebracht.
  • Neigung zu Hamsterkäufen
  • Körperlich, finanziell und sozial immer im Mangel / im „Überlebenskampf“
  • Schwierigkeit allein zur Ruhe zu kommen
  • Großer Wunsch nach Kontakt / Hautkontakt
  • Große Sehnsucht danach sich selbst und andere zu verstehen
  • Gefühl der Einsamkeit, auch wenn man nicht alleine ist

 

Typische Glaubenssätze eines alleingeborenen Zwillings

  • Ich bin nicht gut genug. *
  • Ich darf nicht gesund sein. *
  • Ich darf nicht glücklich und erfolgreich sein. *
  • Ich darf nicht finanziell erfolgreich sein. *
  • Ich darf nicht frei sein. *
  • Ich darf nicht in der Fülle sein. *
  • Ich muss viel tun um eine erfüllte Beziehung zu haben.
  • Ich muss ständig mit jemandem zusammen sein.
  • Ich muss andere retten/glücklich machen, damit Liebe entsteht.
  • Ich muss alles alleine machen.

 

* Diese Glaubenssätze erscheinen auf den ersten Blick und mit dem Verstand erfasst völlig unlogisch. Sie laufen unbewusst ab und werden in der Regel erst im Rahmen eines Loslassprozesses aufgedeckt und emotional in den Frieden gebracht.

Wie kann ein Coach helfen?

Ich bringe dich als alleingeborener Zwilling in die Balance

Ein Coach, der wie ich auf das Loslassen spezialisiert ist, kann dir gezielt helfen die damit verbundenen Glaubenssätze aufzulösen, deinem verlorenen Zwilling einen liebevollen Platz in deinem Herzen einzuräumen und abgespaltene Seelen-Anteile wieder zu integrieren.

 

Hast du Fragen an mich oder möchtest mich kennenlernen? Unter diesem Link kannst du ganz einfach und unverbindlich einen Termin mit mir vereinbaren: https://tidycal.com/loslassexpertin/kennenlernen-via-zoom

Ich freue mich auf dich!

 

Hinweis: Meine Begleitung als Coach & Mentaltrainerin ersetzt keinen Besuch oder eine Behandlung bei einem Arzt, Psychologen, Heilpraktiker oder anderen Therapeuten. Er werden keine Diagnosen oder Heilversprechen gegeben. Bestehende Behandlungen sind nicht zu unterbrechen. Bei anhaltenden körperlichen oder psychischen Beschwerden kontaktiere bitte deinen Arzt.

Das DISG®-Modell

Das DISG®-Modell

Mit dem DISG-Modell sich selbst und andere besser kennenlernen.

Und warum es für Hochbegabte, Vielbegabte (Scannerpersönlichkeiten) und Hochsensible so interessant ist.

Das ist wieder ein Thema, das mich völlig begeistert hat, wie lange kein anderes mehr. Die meisten hochbegabten, hochsensiblen oder Scanner-Persönlichkeiten kennen das: mit manchen Menschen gehen wir (nicht nur kommunikativ) durch die Decke, andere strengen uns an, sind schwer greifbar oder irritieren uns sogar. Auch wenn wir uns das manchmal einbilden: Fakt ist, dass das primär nichts mit unserer Begabung zu tun haben muss. Ein Weg um genau diese Unterschiede im Wesen der Menschen sichtbar und fassbar zu machen ist das renommierte DISG®-Modell.
Seit Kurzem bin ich zertifizierte DISG®-Trainerin. Ein Grund mehr dieses spannende Thema auf meinem Blog näher zu beleuchten.

Vielleicht kennst du das DISG® aus dem unternehmerischen Kontext, beispielsweise zur Auswahl von passenden Bewerbern. Was aber genau hinter dem Modell steckt und wie es auch im privaten Kontext helfen kann, sich selber und seine Mitmenschen besser zu verstehen, Spannungen aufzulösen und welche Vorteile das DISG®-Modell gerade für hochbegabte, hochsensible oder Scanner-Persönlichkeiten bereit hält, erkläre ich in diesem Artikel.

Was ist das DISG®-Modell?

Das DISG®-Modell ist eine Methode zur Erstellung von Verhaltens- und Persönlichkeitsprofilen. Das Modell wird weltweit am häufigsten zur Einschätzung von Persönlichkeiten genutzt und ermöglicht im Grunde genommen das Verstehen des einzelnen Menschen innerhalb der definierten Persönlichkeitsmodelle.

Mit Hilfe des DISG®-Modells können Stärken, Schwächen und Charaktereigenschaften von jedem analysiert und herausgearbeitet werden. Man erhält nicht nur einen völlig neuen Blick auf sich selbst, sondern auch auf alle Menschen, die sich im beruflichen oder privaten Umfeld befinden.

 

Wofür stehen die Buchstaben DISG®?

Die Einteilung der Persönlichkeitsstile erfolgt über vier Profiltypen, welchen jeweils eine charakteristische Farbe zugeordnet wird. Das Modell geht davon aus, dass jeder Mensch Merkmale aller vier Typen besitzt, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. Die vier Typen  lauten:

 

  • D = Dominant/Direkt (rot)
  • I = Initiativ (gelb)
  • S = Stetig (grün)
  • G = Gewissenhaft (blau)
Das DISG Modell beschreibt vier Persönlichkeitstypen.

Welche Eigenschaften haben die unterschiedlichen DISG®-Typen?

1. DOMINANT/DIREKT

Der dominante bzw. direkte Typ mag Herausforderungen und schnelle Ergebnisse. Er ist entschlossen, entscheidungsfreudig, engagiert, innovativ und fühlt sich seinem Umfeld immer überlegen. Der Umgang mit anderen Menschen ist sehr direkt – dominante Typen reden nicht gerne lange um den heißen Brei herum. Sie lieben die Abwechslung, geben gerne Kommandos und haben jede Menge Power. Beachten von Regeln und analytisches Vorgehen sind nicht gerade ihre Stärken. Durch ihr selbstbewusstes Auftreten und ihre fehlende Sensibilität wirken sie auf andere meist rücksichtslos und arrogant.

Weitere Eigenschaften:

 

  • Impulsiv
  • Ehrgeizig
  • Risikofreudig
  • Zielstrebig
  • Mutig
  • Selektierend
  • Pragmatisch
  • Ungeduldig
Eigenschaftes des direkten Typs im DISG-Modell.

2. INITIATIV

Der initiative Typ ist ein Teamplayer, teilt gerne seine Ideen und liebt es andere Menschen einzubinden. Er ist sehr offen, wirkt auf andere charmant und erfreut sich durch seine Kontaktfreudigkeit oft großer Beliebtheit. Deswegen ist der initiative Typ DER Beziehungsmensch überhaupt, liebt es sich mit Freunden und Familie zu umgeben und ist oft ein Meister im Networking. Er steht gerne im Mittelpunkt, möchte Spaß haben und sprüht regelrecht vor positiver Energie. Detailgenauigkeit mag er nicht so gerne, wodurch er eher eine unstrukturierte Arbeitsweise an den Tag legt. Außerdem geht der initiative Typ Konflikten gerne aus dem Weg, weil er Angst vor Ablehnung hat und zögert deswegen Streitereien so lange wie möglich hinaus.

Weitere Eigenschaften:

 

  • Redefreudig
  • Optimistisch
  • Emotional
  • Aktionsfreudig
  • Spontan
  • Humorvoll
  • Sprunghaft
Eigenschaftes des initiativen Typs im DISG-Modell.

3. STETIG

Stetige Menschen sind sehr loyal und haben eine angenehm geduldige Art. Sie sind sehr hilfsbereit und agieren eher im Hintergrund. Ihre Merkmale sind vor allem durch Stabilität und Bescheidenheit gekennzeichnet. Sie können gut zuhören und hervorragend diplomatisch zwischen zwei Parteien vermitteln. Freundlichkeit, Ausgeglichenheit und Besonnenheit zeichnen sie vor allem aus. Harmonie ist ihnen sehr wichtig, deswegen meiden auch die stetigen Typen Konflikte mit anderen. Auch mit Veränderungen können sie nicht gut umgehen, denn sie suchen Stabilität und ein geregeltes Umfeld. Sie können nicht Nein sagen, überlassen Führungsaufgaben gerne lieber anderen und sind häufig unentschlossen.

Weitere Eigenschaften:

 

  • Kontinuierlich
  • Kollegial
  • Vermittelnd
  • Abwartend
  • Sicherheitsorientiert
  • Routine liebend
  • Ruhig
Eigenschaftes des stetigen Typs im DISG-Modell.

4. GEWISSENHAFT

Der gewissenhafte Typ liebt Zahlen, Daten und Fakten. Er handelt gerne vorausschauend, prüft gerne alles bis ins letzte Detail und dürstet nach Wissen. Seine Arbeitsweise zeichnet sich durch vorgegebene Prozesse, logisches Vorgehen und Genauigkeit aus. Er liebt hohe Qualitätsstandards, ist sehr fleißig, ausdauernd und konzentrationsfähig. Vor allem das Umfeld schätzt die Zuverlässigkeit und die Kompetenz des gewissenhaften Typen. Ein Teamplayer ist er nicht, denn viel lieber arbeitet er alleine – nur so kann er die Ordnung so halten wie es seiner Vorstellung entspricht. Auf andere wirkt der gewissenhafte Typ oft distanziert und reserviert.

Weitere Eigenschaften:

 

  • Diszipliniert
  • Zurückhaltend
  • Vorsichtig
  • Kalkulierend
  • Überlegend
  • Abwägend
  • Genau
Eigenschaftes des gewissenhaften Typs im DISG-Modell.

Viele Menschen erkennen sich in allen vier Typen wieder, was nicht ungewöhnlich ist. Sehr wenige Menschen können einem einzigen Typen zugeordnet werden. Die Kombination von unterschiedlichen Typen ergibt letztendlich das Persönlichkeitsprofil. Findet man beispielsweise in sich etwas vom dominanten und initiativen Typen ist man ein Mensch, der gut überzeugen kann. Ist man eher initiativ und stetig, kann man anderen genau das geben was sie brauchen. Ein gewissenhafter und initiativer Typ hat ein großes Bedürfnis nach Korrektheit und Qualität. Und so weiter …

Was mache ich als zertifizierte DISG®-Trainerin?

Ulrike Alt Coaching zertifizierte Trainerin für DISG-Modell.

1. Das persönliche Profil

Als zertifizierte DISG®-Trainerin erstelle ich für meine Kunden ihr ganz persönliches DISG®-Profil, mit dem sie ihre Stärken, Schwächen sowie Kommunikations- und Handlungskompetenzen herausarbeiten und verstehen können. Das Profil gibt tiefe und wertvolle Einblicke in Verhaltensstrukturen und zeigt ganz genau auf, welche Merkmale überwiegen und wie man diese zu seinem Vorteil nutzen kann.

 

2. Der Vergleichsbericht

Sind Spannungen oder ungelöste Konflikte im privaten oder beruflichen Umfeld vorhanden, ist es in manchen Fällen sinnvoll, zusätzlich von Profile Kollegen, Partnern, Familienmitgliedern o.ä. zu erstellen, um so ein tiefgreifendes Verständnis für sein Umfeld zu entwickeln. Gerade, wenn die Kommunikation mit anderen einfach nicht funktionieren will, ist es äußerst hilfreich das Persönlichkeitsprofil des anderen zu betrachten und mit Hilfe eines Vergleichsberichts mit seinem eigenen Profil vergleichen. Dadurch kann ein tiefes Verständnis für die Prioritäten des Gegenüber entwickelt werden, mögliche Hindernisse bei der Zusammenarbeit aufgedeckt und auch potentielle Vorteile der gemeinsamen Arbeit herausgearbeitet werden. Als Coach gebe ich Tipps und Empfehlungen wie auf die Bedürfnisse des anderen eingegangen werden kann und wie das Zusammenleben signifikant verbessert wird.

Dieses Vorgehen ist sehr hilfreich für Menschen, die gemeinsam ein Unternehmen führen. Auch die Beziehung von Chef zu Mitarbeiter oder aber auch zum Lebenspartner kann so verbessert werden.

Warum ist das DISG®-Profil für Hochbegabte, Vielbegabte (Scannerpersönlichkeiten) und Hochsensible so interessant?

Im Folgenden habe ich ein paar wesentliche Merkmale von Hochbegabten, Vielbegabten (Scannerpersönlichkeiten) und Hochsensiblen aus meiner alltäglichen Praxis zusammengetragen bei denen das DISG®-Modell mehr als hilfreich sein kann. Manche Probleme treten in Kombination auf, es kann auch sein, dass sie in der Ausprägung variieren. Es ist durchaus sinnvoll sich alle Texte durchzulesen, gerade, wenn du noch in der Findungsphase bist.

DISG® und Hochbegabung

„So klappt die Kommunikation mit anderen Menschen.“
Hoch- und höchstbegabte Menschen neigen oftmals dazu ihre Ungeduld in Bezug auf gewisse Persönlichkeitstypen oder auch ihre Sympathien in einen intellektuellen Kontext zu setzen. Das mag in vielerlei Hinsicht richtig sein, oftmals geben Hochbegabte vermeintlich anders oder langsamer denkenden dadurch von Haus aus keine Chance. Oftmals haben sie auf der anderen Seite selbst eine für außenstehende sehr eigene Art der Kommunikation, die anecken kann. Doch auch Hochbegabte kommen sowohl im privaten, als auch im beruflichen Umfeld nicht um das Thema Kommunikation herum. Nicht selten sind Hochbegabte direkte Persönlichkeiten.

Ein DISG®-Test gibt unabhängig vom IQ-Wert Aufschluss und ergänzend über die eigene Persönlichkeit und kann gerade Hochbegabte darin unterstützen, Kommunikationsprobleme mit anderen zu beleuchten und dadurch lösbar zu machen. Außerdem kommt das durchdachte, strukturierte, auf klare Methoden aufbauende Modell den rational-analytisch denkenden Hochbegabten sehr entgegen.

DISG® und Hochsensible

„Verständnis für sich selbst und Abgrenzung gegen andere.“
Hochsensible erfassen Schwingen jeder Art und sehnen sich dabei nach einem harmonischen Umfeld. Sie können sich der Stimmung, der Sprache und sogar der Kleidung ihres Umfelds anpassen. Durch ihre feinfühlige Art haben sie bereits von Klein auf gelernt, wie sie sich zu verhalten haben, um nicht aufzufallen und/oder geliebt zu werden.
Viele Hochsensible haben dabei verlernt oder vergessen, was sie selber im Kern ausmacht, können nicht mehr unterscheiden, welches Verhalten ihrem eigenen Naturell entspricht und welches „anerlernt“ ist. Spätestens wenn eigene Bedürfnisse nicht mehr gespürt werden, oftmals auch ab einem gewissen Alter kann ein DISG®-Test für persönliche Klarheit sorgen.
Ein weiteres heikles Thema vieler Hochsensiblen ist die „emotionale Abgrenzung“. Aufgrund der hohen Empathiefähigkeit und der feinen Antennen fühlen sich gerade Hochsensible oftmals von direkteren Menschen persönlich angegriffen. Ein Blick auf das DISG®-Modell weckt nicht nur Verständnis, sondern hilft auch im Umgang mit anderen.

DISG® und Vielbegabte (Scannerpersönlichkeiten)

„Volle Kreativität mit Struktur und Gelassenheit.“
Vielbegabte sind oft im initiativen Bereich zu finden. Mit ihrer impulsiven Art und ihrem Ideenreichtum überrennen und überfordern sie oftmals ihr Umfeld. Besonders Personen deren Schwerpunkte im DISG®-Modell im gewissenhaften und stetigen Bereich angesiedelt sind, können mit so viel überschäumender Energie nichts anfangen. Gerade im geschäftlichen Kontext werden Vielbegabte dadurch fälschlicherweise oftmals als sprunghaft, schwer zu führen oder nicht „fassbar“ tituliert. Dasselbe gilt für die andere Seite. Auch für die Scanner bedeutet die Zusammenarbeit oder das Zusammenleben mit den sogenannten „gewissenhaften“ Persönlichkeiten eine große Herausforderung. So hemmt beispielsweise das Erfragen von Zahlen, Daten und Fakten ihre Kreativität, es macht sie ungeduldig und strengt sie an. Doch insbesondere im geschäftlichen Kontext ist es überaus wichtig, dass gerade diese Menschen einen gemeinsamen Weg finden, da sie sich gegenseitig sehr bereichern können. Das Großartige am DISG®-Modell: es zeigt nicht nur die Unterschiede der Persönlichkeiten auf, sondern auch Wege und Möglichkeiten, wie ein Zusammenleben oder Zusammenarbeiten auch scheinbar „inkompatibler“ Charaktere funktionieren kann.

 

Hast du Interesse an einem Coaching bei mir, bei dem ich dein persönliches DISG®-Persönlichkeitsprofil gemeinsam mit dir herausarbeite? Schreib mich gerne über mein Kontaktformular direkt an. Ich freu mich auf dich!

 

Grafiken: Everything DISG®

Hochsensibel oder hochsensitiv? Der Unterschied!

Hochsensibel oder hochsensitiv? Der Unterschied!

Das ist der Unterschied zwischen hochsensibel und hochsensitiv.

Die Begriffe „Hochsensibel“ und „Hochsensitiv“ werden oft synonym verwendet. Viele unterscheiden zwischen diesen beiden Persönlichkeitsmerkmalen nicht, wodurch viele Hochsensible glauben, sie sind hochsensitiv und umgekehrt. Aber beschreiben die zwei Begriffe tatsächlich genau das Gleiche? Tun sie nicht und ich erkläre dir in diesem Artikel worin genau der Unterschied liegt.

Woher kommen die Begriffe?

Den Begriff „Highly sensitive person“ hat in den 90er Jahren die Psychotherapeutin Elaine N. Aaron auf Grundlage ihrer Forschungsarbeit zur Sensitivität geprägt. Ins Deutsche wurde der Begriff mit „Hochsensible Person“ übersetzt und später in „Hochsensitive Person“, weil das Wort hochsensibel irgendwann negativ behaftet war. Ein hochsensibler Mensch wurde in der Gesellschaft einfach als „Sensibelchen“ abgestempelt, wodurch die Identifikation mit diesem Persönlichkeitsmerkmal zu einer echten Herausforderung wurde. Wer möchte in unserer heutigen Leistungsgesellschaft als schwach und empfindsam angesehen werden?

 

Auch heute noch unterscheiden viele Experten nicht zwischen diesen beiden Begriffen. Hochsensibilität wird demnach sehr oft mit Hochsensitivität gleichgestellt. Häufig, aber nicht gezwungenermaßen, treten diese Phänomene auch gleichzeitig auf, meinen aber nicht das Gleiche. Man kann wesentliche Unterschiede zwischen hochsensiblen und hochsensitiven Menschen feststellen.

Merkmale von Hochsensiblen

Hochsensible reagieren stärker als andere auf Umweltreize, weil ihre fünf Sinneswahrnehmungen ausgeprägter sind und sie dadurch viel mehr Informationen verarbeiten. Geräusche, Licht, Temperatur, Herzklopfen, Harndrang, Wut, Trauer oder Freude: All das nehmen Hochsensible extremer und intensiver wahr.  

Viele hochsensible Personen, die sich ihrer Ausprägung noch nicht bewusst sind, gönnen sich zu wenig Pausen im Alltag und möchten mit anderen mithalten. Dabei ist es gerade für sie wichtig die ständige, unkontrollierbare Reizüberflutung bewusst zu pausieren und den Akku regelmäßig aufzuladen. Nur so können hochsensible Personen von ihrer feinen Wahrnehmung profitieren.

 

Lies dazu gerne meinen Artikel „Woran merke ich, dass ich hochsensibel bin?“ Dort findest du eine Liste mit vielen typischen Merkmalen, die dir hilft zu erkennen, ob du hochsensibel bist.

Extreme Gefühle sind typisch für Hochsensible.

Merkmale und Unterscheidung von Hochsensitiven

Wie oben bereits erwähnt sind viele, die hochsensibel sind, auch hochsensitiv. Aber was bedeutet denn nun Hochsensitivität? Eine der bekanntesten Expertinnen, die bewusst eine Unterscheidung zwischen Hochsensiblen und Hochsensitiven macht, ist Anne Heintze. Gemäß Heintze tritt bei hochsensitiven Personen nicht unbedingt die Schärfung der fünf physischen Sinne auf. Viel eher haben Hochsensitive einen sogenannten „sechsten“ oder vielleicht auch „siebten“ Sinn. Sie werden als hellsichtig, hellfühlig oder hellhörig bezeichnet und sind oft sehr empathisch. Häufig nehmen hochsensitive Personen Visionen oder Ahnungen wahr, die scheinbar aus einer anderen Wirklichkeit stammen.

 

Hochsensitive sind sehr spirituell und nehmen ganz selbstverständlich die Tatsache an, dass es Energien gibt, die außerhalb unserer alltäglichen Wahrnehmung liegen. Ein Fakt, der für nicht-hochsensitive Menschen schwierig zu begreifen ist.

 

Viele Betroffene wissen gar nichts von ihrem Persönlichkeitsmerkmal und fühlen sich mit ihren besonderen Fähigkeiten verständlicherweise stark überfordert und einsam. Das persönliche Umfeld reagiert auf diese Erscheinungen häufig mit Unverständnis und Vorurteilen. Damit der Alltag als hochsensitiver Mensch etwas einfacher ist und die Fähigkeit auch mit Sinnhaftigkeit und Tiefe genutzt werden kann, ist es sehr wichtig, seine eigene Hochsensitivität anzunehmen, zu akzeptieren und vor allem zu verstehen. Ein Coach, der sich mit dieser Thematik gut auskennt, kann hier helfen entscheidende Schritte in seiner Persönlichkeitsentwicklung zu gehen.

 

Hochsensitive Personen, die gelernt haben mit ihrer Ausprägung umzugehen, können diese mit Leichtigkeit und freudvoll nutzen oder wissen sogar, wie sie ihre Fähigkeit an- und ausschalten. So können sie ihre Energie gezielt für ihr eigenes Wohl, aber auch zum Wohle anderer einsetzen.

Hochsensitive sind sehr empathisch.

Test – Bin ich hochsensitiv?

Im Folgenden führe ich ein paar typische Aussagen auf, die auf Hochsensitive zutreffen. Je mehr du davon mit „Ja“ beantworten kannst, umso wahrscheinlicher ist es, dass du hochsensitiv bist.

 

  • Ich habe oft ein Hellwissen und spüre das, was nicht gesagt wird.
  • Ich lese schon mein ganzes Leben lang zwischen den Zeilen den Subtext und kann das auch gar nicht vermeiden.
  • Ich merke sofort, wenn etwas nicht stimmt.
  • Manchmal habe ich Bilder im Kopf, die genau so eintreten.
  • Mir wurde als Kind oft gesagt „Träum nicht schon wieder!“
  • Meine Vorstellungskraft ist sehr stark.
  • Ich habe viel Fantasie.
  • Ich bin sehr empathisch.
  • Ich leide sehr darunter, wenn Menschen um mich herum Sorgen haben.
  • Meine Gefühle sind sehr intensiv.
  • Ich habe ein starkes Helfer-Syndrom.
  • Ich empfinde Schmerz von anderen stärker, als sie es selbst tun.
  • Ich kann keine Grenzen setzen.
  • Ich verliebe mich leicht und sehr intensiv.
  • Ich fühle mich oft beobachtet.

Eine unentdeckte hochsensitive Ausprägung kann Angst einjagen, denn viele Dinge können rational gar nicht richtig erklärt werden und werden von der Gesellschaft als „Hokuspokus“ abgestempelt. Betroffene haben oft das Gefühl irgendwie „verrückt zu werden“. Wenn du vermutest, hochsensitiv zu sein, solltest du deswegen nicht lange zögern und den Austausch mit Menschen suchen, die dich unterstützen können. Das können beispielsweise Gleichgesinnte sein, die du schnell und unkompliziert in einem Forum für Hochsensitive finden kannst. Häufig ist es schon sehr heilsam zu wissen, dass es da draußen jemanden gibt, der Verständnis für die eigene Situation aufbringt.

 

Ein Coach kann dir zusätzlich helfen, dich selbst anzunehmen und zu lernen wie du deine Fähigkeit einsetzen kannst. Als hochsensitive Personen brauchst du ganz individuelle Rahmenbedingungen, um glücklich leben und arbeiten zu können. Du benötigst vor allem eine sinnvolle Arbeit, eine ruhige Atmosphäre und einen ehrlichen Austausch, der dich in deinem Selbst nicht einschränkt.

 

Ich bin selbst hochsensitiv und kann dir deswegen in einem Coaching sehr gezielt helfen deine Hochsensitivität als das zu erkennen was sie in Wahrheit ist: Deine Superpower!